Lebensversicherungsfonds

Geschäfte mit dem Tod in der Krise! – Ausschüttungen bleiben aus!

Die Versicherungswirtschaft ist durch die Finanzkrise in Schwierigkeiten geraten und durch die gesunkenen Zinsen können die Überschussbeteiligungen nur schwer erwirtschaftet werden. Davon ist auch der sog. Zweitmarkt für Lebensversicherungen beeinträchtigt. Diverse Publikumsfonds, die sich im Zweitmarkt für Lebensversicherungen engagiert haben, sind nicht in der Lage ihre Renditeprognosen zu erfüllen. Vielfach bleiben auch die versprochenen Ausschüttungen der Fonds an die Anleger aus und die Lebensversicherungsfonds befinden sich in wirtschaftlicher Schieflage.

Die Lebensversicherungsfonds investierten auf dem sog. Zweitmarkt in deutsche, britische oder amerikanische Lebensversicherungen, deren Kunden, die Versicherung nicht weiterführen wollen oder können. Der Versicherungskunde erhält einen Verkaufspreis, der über dem Rückkaufswert liegt, gleichwohl aber unter dem kalkulierten Wert der Lebensversicherung. Der Lebensversicherungsfonds bezahlt die Versicherungsprämien bis zur Fälligkeit der Police weiter und erhält dann die Versicherungssumme.

Die Lebensversicherungsfonds wurden oft als sichere Anlagen mit der Aussicht auf hohe Renditen und zur Altersvorsorge vertrieben. Viele Anleger müssen nun aber feststellen, dass nicht nur die versprochenen Ausschüttungen ausbleiben, sondern auch ihre Anlage insgesamt in Gefahr ist.

Denkbar sind auch Konstellationen, in denen die Fondsgesellschaften Nachschüsse von ihren Anlegern fordern und damit ein Haftungsrisiko darstellen. Es handelt sich bei den geschlossenen Fonds um eine unternehmerische Beteiligung, die mit hohen Risiken und auch einem Totalverlustrisiko verbunden sein kann. Ebenso ist für die Anleger nicht klar, in welche Lebensversicherungen konkret investiert wird. Er geht damit auch ein Blind-Pool-Risiko ein. In den Fällen, wo sich ein Anleger, an Lebensversicherungsfonds beteiligt hat, die sich in britischen oder amerikanischen Lebensversicherungen engagieren, besteht auch ein Währungsrisiko.

Sind die Anleger fehlerhaft beraten worden, gilt es zu prüfen, ob sie ihr Geld zurückfordern können. Dabei sind Anlageberater, Banken bzw. Sparkassen oder auch die Emissionshäuser der Lebensversicherungsfonds mögliche Haftungsadressaten. Insbesondere wenn Berater Prämien (sog. Kick-Backs) für den Verkauf der Beteiligungen erhalten haben und dies nicht offengelegt haben, bestehen gute Chancen.

Dies gilt auch, wenn Fondsprospekte nicht ausgehändigt wurden oder wesentliche Fehler enthalten bzw. unvollständig sind. Auch die Banken bzw. Sparkassen könnten in die Haftung genommen werden, wenn die Bankberater nicht anlage- bzw. anlegergerecht beraten haben bzw. unter Umständen auch wenn die Fondsbeteiligung durch die Bank kreditfinanziert wurden.

Anleger sollten allerdings bedenken, dass ihre Ansprüche Verjährungsfristen unterliegen und rechtzeitig geltend gemacht werden müssen.

In unserer www.sammelklageonline.de Liste finden Sie die Namen der Anwälte, die sich intensiv zu den betreffenden Fonds engagiert haben. Trotzdem weist Sammelklageonline.de darauf hin, dass die Nennung eines Anwaltes keine Empfehlung ist und selbstverständlich übernimmt sammelklageonline.de auch keine Garantie für den Erfolg.